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Das Wort zum Sonntag, den 29.3.2020 GOSPELFORUM ZOLLERNALB IN HECHINGEN

Nun ist es etwa 1 Woche her, dass die Bundesregierung und die Landesregierungen einschneidende Maßnahmen (Einschränkung der Bürgerrechte) verordnet haben. Ein Großteil der Menschen in unserem Land hält sich daran. Frau Dr. Merkel hat sich am Samstag, den 28.3.20 bei der Bevölkerung bedankt. Gott erhört Gebet…

Diese Woche hat sich Historisches im Bundestag und im Bundesrat ereignet. Ein gewaltiges Hilfskonzept für Arbeitnehmer und große Firmen – und Gott sei Dank auch für kleinere Unternehmen und „Klein-Selbstständige“ wurde beschlossen. Diese Maßnahmen werden in den nächsten Wochen helfen  – Gott segne die Weisheit und die Einheit der verantwortlichen Organisatoren, Regierungen und Politiker.

In Gesprächen in unserem Umfeld kam auch die Frage auf: Warum lässt Gott das zu?

Bereits vor Wochen stieß ich auf die Botschaft des Propheten Habakuk. Das Buch Habakuk ist einer der kleinen Propheten im Alten Testament. Dieser Prophet hat eine wichtige Botschaft – er beklagt die Unterdrückung und Ungerechtigkeit in dieser Welt. Es gehört zur Weisheit der Bibel dazu, auch die negativen Dinge der Welt klar anzusprechen: Unterdrückung, Ungerechtigkeit, der Gottlose übervorteilt den Gerechten, etc.  Habakuk hat eine absolut gesellschaftliche Komponente. 

Gott antwortet auf die Vorwürfe des Propheten Habakuk:  Auszüge: Hab 2,4: „Wer halsstarrig ist, wird keine Ruhe in seinem Herzen haben, der Gerechte aber wird durch seinen Glauben leben. So wird auch der treulose Tyrann keinen Erfolg haben, der stolze Mann nicht bleiben…“
Hab. 2, 19: „Weh dem, der zum Holz spricht: Wach auf! Und zum stummen Steine: Steh auf! Wie sollte ein Götze lehren können? Siehe, er ist mit Gold und Silber überzogen, und kein Odem ist in ihm. Aber der Herr ist in seinem heiligen Tempel. Es sei vor ihm stille ALLE WELT!  
Nun sehen wir Stille in dieser Welt: Berlin, Paris, New York, London, etc. Eine Zeit der Umkehr ist dran.

Wir haben jetzt die Chance zur Umkehr – wir haben jetzt die Chance zur Veränderung. Es ist an der Zeit die „Gerechtigkeitsfrage“ zu stellen.  Jesus unser Herr spricht in Matthäus 5, 6: „Selig sind, die da hungert und dürstet nach der Gerechtigkeit; denn sie sollen satt werden.“ Und in Vers 10: „Selig sind, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden; denn ihrer ist das Himmelreich.“  Lange Zeit habe ich persönlich dies nur auf die „sogenannte Glaubensgerechtkeit“ im Sinne: unsere Beziehung zu Jesus, interpretiert.
Aber es gibt auch eine prophetische Stimme, die nach Gerechtigkeit ruft:  in unserer Gesellschaft, in unserem Land, in Europa – ja sogar global.

Der Kampf gegen die Corona-Welle ist notwendig und richtig. (Bitte weiter daran denken:  Abstand: 1,5m / Hände waschen / notwendige Dinge tun ohne andere Menschen zu gefährden…)  Auch in unserer Gesellschaft gibt es Ungerechtigkeiten, die nun zur Sprache kommen.  70 % der Menschen, die unsere Gesellschaft gerade am Laufen halten sind Frauen. Frauen an der Kasse, Frauen als Pflegerinnen, Frauen, die den „Sozial-Kitt“ in unserer Gesellschaft bilden. Nun hört man Stimmen für eine wesentlich bessere Bezahlung dieser Berufsgruppen, die vor allem für andere da sind. Richtig so.

Der Kampf gegen die Ungerechtigkeit in dieser Welt darf aber nicht vergessen werden: Noch immer stirbt statistisch gesehen alle 4 Sekunden ein Kind in dieser Welt an Hunger. Ein Tag hat  86.400 Sekunden – d.h. jeden Tage sterben über 20.000 Kinder dieser Welt an Hunger. In 2 Monaten sind dies über 1 Million Kinder !!!  Dies müssen wir verändern – durch persönliches Spenden, durch Beten für die Politiker und Regierungen, durch Kommunikation in der Öffentlichkeit, durch eine Ökonomie und Ökologie, die nicht nur den eigenen Vorteil sucht.

Die gegenwärtige Krise wird die Welt verändern. Wir hoffen auch auf Veränderung der Einstellung von vielen Menschen.  Neben vielem Negativen sehen wir aber auch tausendfache Botschaften der Menschlichkeit. Was heißt das für uns Christen?  Mehr Demut, mehr Dankbarkeit dem Leben gegenüber, mehr Suche nach Gott und sich bergen in seiner Gegenwart und die Frage: Was kann ich tun, damit die Welt ein Stück menschlicher und besser wird?   Wir haben eine Fülle von Verheißungen und Zusagen Gottes, die uns auch in dieser Zeit helfen werden:
Psalm 1 /Psalm 23 / Psalm 27 / Psalm 91 /Psalm 131  Macht Gebrauch vom Wort Gottes für Euch persönlich…

Gott segne Euch – Pastor Rolf Kästle –GOSPEL-FORUM-ZOLLERNALB in Hechingen